Tag 32: Bolungarvík – Þingeyri

 

Der Tunnel von Isafjörður nach Suðureyri bzw. Flateyri ist ein wenig spooky. Nicht nur, dass es im Tunnel einen Abzweig gibt, Teile des Tunnels sind auch einspurig mit Ausweichstellen. 

Das Tal von Suðureyri ist nett, wie eigentlich all diese Täler am Ende der Fjorde, die zwischen den Bergen liegen. Hier dominiert ein Reiseveranstalter, Fisherman Seafood Trail. Gasthäuser, ein sehr gut besprochenes Restaurant, Package-Angebote zu interessanten Orten der Fischerei-Geschichte Islands und – mindestens 7 Reisebusse! Leider hat das Restaurant kein Lunch-Angebot und so fahren wir zurück in den Tunnel und nehmen den anderen Abzweig.

In Flateyri probieren wir isländischen Trockenfisch (als Snack mit Butter, durchaus essbar) und kleines Fladenbrot mit geräuchertem Lamm (da kennen wir doch bessere „Wurstwaren” in Form von italienischen und spanischen Schinken). 

Die Wanderung in der Gegend fällt aus, weil: Es regnet mal wieder …

Auf der nächsten Landzunge gibt es im Norden einen Holzsteg mitten im Nichts (Önundarfjördur Pier). Und im Süden ein Nichts von einem Ort namens Núpur.

Somit geht’s weiter zu unserem heutigen Ziel: Þingeyri.

Früher der Versorgungshafen für Walfänger und andere Fischer, heute ein kleiner Ort ohne Besonderheiten. Es gibt einen wunderbaren Camping, ein Schwimmbad, ein Cafe, bei dem man auch Ausritte buchen und Fahrräder leihen kann, ein Denkmal am Hafen (The Tank, was auch immer es uns sagen will). Es gibt einige Trawler, jede Menge Fischtransportboxen, Tampen und Grundanker und anderes Zeug. Und es gibt einen Platz, an dem ab und an Wikinger-Gedenk-Feste stattfinden. Denn schon damals ist der Ort hier ein wichtiger Handelsplatz gewesen.