Tag 27: Hveravik Campsite – Norðurfjörður
Die Wettervorhersage verspricht für heute Nachmittag stabiles Wetter mit Sonne – das nutzen wir und fahren den östlichen Finger der Westfjörde bis zum Krossneslaug hoch, weiter geht’s dann nicht mehr.
Die Blicke auf die Berge und Fjorde sind atemberaubend schön.
Mittagspause machen wir im Hotel Djúpavik. Paprikasuppe und ein Stück Schokotorte, brigittes Geburtstagsmenu :-)
Viel Trödel und Krimskrams macht das Ganze gemütlich – könnte eine Bauernstube auch in Österreich oder sonst wo im Hinterland sein, wo sich eine eigenwillige Mischung von Menschen zusammenfindet, weil es keine Alternativen gibt.
Es gab im Ort mal eine große Heringsverarbeitungsfrabrik – den Rundgang ersparen wir uns aber und sonst ist im Ort auch nicht los :-)
Ein kleiner Spaziergang führt uns an den Ort der ersten Hexenverbrennung Islands, drei Männer wurden hingerichtet. Interessant, dass es in Island sowieso die Männer getroffen hat und kaum Frauen.
Und dann Krossneslaug. Ein Bad mitten im Nichts. Mit Blick auf’s Meer Richtung – ja, wohin eigentlich? Spitzbergen?
Btw: Gestern erschien im Navi zum ersten Mal statt “Atlantik“ in der blauen Fläche „Greenland Sea“.
Für die Nacht geht es ein kleines Stück zurück auf das Gelände eines Wandervereins in Norðurfjörður.
Heute Abend gibt es zur Feier des Tages mal ein wenig Rotwein und Käse und wir hoffen auf trockenes Wettere zum Frühstück. Aber zur Not steht hier eine alte Lagerhalle zur Verfügung.
Irgendwie alles ein wenig wie das Ende der Welt. Wir haben aber gehört, dass der Norden dieses östlichen Teils der Westfjorde bei den Isländern ein beliebtes Wandergebiet ist. Man muss die Hütten und den Bootstransfer wohl allerdings lange, lange im Voraus planen und buchen.