Tag 08: Borgarfjörður Eystri (Bakkagerði)
Ein verregneter Sonntag in einem 90-Seelen-Dorf.
Wir frühstücken in der Gemeinschaftsküche – einfach angenehmer, weil wärmer und trocken. Und vertrödeln die Zeit bis zum Mittag.
Im Alfacafe gibt es Fischsuppe mit Brot. Es wird so lange nachgefüllt, wie man hungrig ist und auch Kaffee und Wasser sind im Preis inbegriffen. Das Ganze für 42 Euro.
Spannend sind die Bilder und Lebensläufe von Menschen aus dem Dorf, die hier zu sehen sind. Die ernsten Gesichter sind Spiegel eines harten Lebens. Und trotzdem, viele sind zwischen 80 und 90 Jahre alt geworden.
Wir erkunden mit dem Auto die Gegend, bewundern die Landschaft und fotografieren ein paar Vögel, bis die Sicht so schlecht wird, dass wir zurückfahren.
Wollen wir schon wieder in einen Hot Pool (Spa-Bereich des hiesigen Hotels)? Ja, denn es ist kalt und grau und Besserung nicht in Sicht. Als Campinggäste ergattern wir freundlicherweise unentgeltlich Badehandtücher – etwas, was heute bei uns nicht mehr trocken würde. Kurios – und sehr wohltuend – im Nieselregen draußen im heißen Wasser zu sitzen. Macht süchtig und arm …
Anschließend gibt’s für den "Flüssigkeitshaushalt” ein Bier in der Ortsbrauerei und wir sind umgehend angetüddelt :-)
Gegen Mitternacht wird aus dem Wind eher ein Sturm mit Böen um die 100 kmh (so die Wetter-App). Wir müssen um parken und das Auto mit der Nase in den Wind stellen. Es bleibt trotzdem laut und ruckelig und wir sind von der Aktion erstmal hellwach. Der Brite David, der auch noch hier ist, erzählt am Morgen, dass er sein Auto auch umgestellt hat um seinem Zelt etwas Windschatten zu verschaffen. Für alle eine unruhige Nacht.
Btw: Wir haben mal nachgesehen: Sonnenuntergang ist etwa 23:45, Sonnenaufgang um kurz nach 2:00. Von Nacht und Dunkelheit kann also keine Rede sein.