Tag 07: Bakkagerði
Es ist nicht nur abends lange hell, es ist auch schon morgens um drei taghell. Völlig verrückt. Aber wir schlafen gut. Und morgens wird es wunderbar mollig – die Sonne scheint.
Edmund und Paul treffen wir hier wieder und dazu stößt noch David aus den UK. Man plaudert – natürlich – über vergangene und künftige Reisen. Und Becky erntet einmal mehr Lob für das Set Up.
Wir erkunden das Dorf. Es gibt einen Kaufmann, ein Hotel mit Spa, eine Brauerei, ein Cafe, in dem man wohl auch ausgezeichnete Fischsuppe bekommt, weil es dem selben Menschen gehört, der auch die Fischfabrik betreibt. Als Sehenswürdigkeiten gehen die Kirche durch und auch das erste historische „Torfhaus“, 2019 der Gemeinde überschrieben und nun auch nicht mehr bewohnt.
Der Camping ist – wie wohl viele in Island – für die Anzahl der Gäste etwas sparsam ausgestattet. So nutzen wir die komplett leere Mittagszeit und kochen uns in der Gemeinschaftsküche einen wunderbaren Eintopf. Vielleicht sollten wir uns eh für diese Reise andere Koch- und Essrhythmen angewöhnen.
Und dann geht es zur Hauptattraktion der Gegend, der Kolonie Papageientaucher, Hafnarhólmi. Wir entscheiden uns, eine gute Stunde zu Fuß zu gehen. Ist zwar nur ein Weg an der Straße, aber wir wollen uns ja mehr bewegen :-)
Und es lohnt sich: Wir sehen viele verschiedene Vögel, die wir sicher noch näher bestimmen und auch fotografieren werden …
Die „Puffin” sind zauberhaft. Bildhübsch gezeichnet und mit tollen Augen. Nur im Landeanflug manchmal etwas ungeschickt. Was allerdings nicht wundert, bei dem Wind.
Die Vögel sind etwa von Mitte April bis Mitte August an Land. Fast vollständig monogam, finden Paare immer wieder zusammen und brüten ein Ei aus. Die Jungvögel verlassen die Brut-Höhlen dann erst Mitte August, kurz vor der Überwinterung auf dem offenen Meer. Ein Papageientaucher kann bis zu 60 m Tiefe tauchen! Und der älteste bekannte Vogel ist 41 Jahre alt. Wow.
Wir merken, wir müssen uns noch ein wenig „eingrooven”: Wir haben vergessen, die Kameraakkus ausreichend aufzuladen und wir haben auch vergessen, die Zeit an der Kamera umzustellen, denn wir sind hier ja zwei Stunden zurück. Aber: Wird schon …