Tag 13: Þòrshöfn – Ásbyrgi
Abbauen im Regen und los ohne Frühstück. Unerquicklich. Aber keine Besserung in Sicht.
Unser erster Stop heute ist die Landzunge von Rauðanes. Hier gibt es eine eigentlich sehr schöne Wanderung entlang der tollen Steilküste mit Höhlen und Torbögen, vielen Papageientauchern und anderen Vögeln. Nur leider: Es regnet und weht und ist kalt. Aber immerhin: Regenjacken und -hosen trotzen den Widrigkeiten. Trotzdem – länger als eine Stunde bringt das Ganze keinen Spaß.
Nächster Stop ist Raufarhöven. Hier gibt es eine Installation von Steinbögen (Arctic Henge), welche genau auf den Sonnenstand der Sonnenwende abgestimmt sind – ein wenig in Anlehnung an Stonehenge. Nett.
Wir schauen noch beim hübschen gelben Leuchtturm vorbei und unser Navi geht auf Nachtmodus. Wahrscheinlich, weil wir fast am Polarkreis sind (nur noch 3 km!). Verrückt das! Vor 8 Monaten waren wir am südlichsten Punkt Afrikas, vor 11 Monaten zum zweiten Mal am Äquator. Was für ein Glück haben wir, dass wir diese Reisen machen können.
Der Camping hier bietet nichts ausser einem WC und einer Dusche, der Ort ist winzig, es regnet immer noch und so fahren wir weiter.
Eine tolle Gegend, viel Wasser links und rechts, unglaublich viele Vögel, ein paar Schafe. Der nördlichste Leuchtturm Hraunhafnartangi versinkt im Nebel, wir fahren sogar erst einmal vorbei.
Auch der Camping in Kopasker besteht nur aus einem WC und einer Dusche – ist als Platz allerdings ganz lustig, weil von einem Erdwall eingefasst. Hilft aber nicht viel, es ist sehr windig und immer noch nieselig.
Was tun? Wir fahren nochmal eine Stunde bis nach Ásbyrgi am Ausgang der Schlucht Jökulsárgljúfur. Die Wetter App sagt für morgen Sonnenschein voraus – kaum zu glauben.
Buchen kann man den Campings über die „Parka“-App. Das Gelände ist groß und schön. Hier bleiben wir. Da es immer noch lausig ist und wir einen langen Tag hatten, gibt es in einem ziemlich kuriosen Shop an der N1-Tanke Fish & Chips.