Tag 15: Ásbyrgi – Möðrudalur

 

Vogelstimmern am Morgen sind einfach nett. Da es aber kaum dunkel wird, zwitschert und ruft es auch nachts ordentlich :-)

Es ist grau und nieselig – wie schnell sich die Wetterlage hier ändert. 

Wir wollen heute eh einen Ausflug machen, also nicht weiter schlimm. Und dann wird das Wetter viel besser als vorher gesagt. 

Es geht in den Canyon des Jökulsá á Fjöllum, dem zweitlängsten Fluss Islands. Regen- und Gletscherwasser aus der Region des Vatnajökull stürzt hier über drei Wasserfälle in die Tiefe. Wir nehmen die östliche Piste, die gerade wieder geöffnet hat. Der Dettifoss ist 45 m hoch und etwa 100 m breit. Der Selfoss ist der oberste der Fälle und etwa 10 m hoch. Der letzte Fall flussabwärts, der rund 27 m hohen Hafragisfoss, liegt für uns als erster auf der Strecke.

Zu allen Fällen gibt es kleine Wanderpfade und ein paar Aussichtspunkte mit tollen Blicken auf die Fälle und in die Schlucht. 

Nicht viel weiter liegt Mödrudalur mit dem am höchsten gelegenen Bauernhof Islands. (Auf 469 m – was sagen die Österreicher und Schweizer dazu?) Wolle war hier schon mal und erinnert sich an einen netten Camping und ein gutes Restaurant – verlockend, heute spontan hier zu bleiben. 

Btw: Wir haben eine sog. Camping Card erstanden für 179 Euro und gültig für 28 Übernachtungen. Dies hier wird unsere dritte. Es sind rund 40 teilnehmende Campings, meist kommunal, meist total einfach. 

Wir haben ein wenig Windschutz am Autoheck, einen sagenhaften Blick und noch Besuch von einem Rentier. Und wir werden essen gehen!