Tag 42: Mývatn – Herðubreið – Askja – Möðrudalur

 

Der Wind nervt. Wir stehen eigentlich ganz gut, trotzdem flattert und tönt das Dachzelt. Morgens weht es heftig und alles kocht und frühstückt in der kleinen Gemeinschaftsküche. Es gibt eine offizielle Sturmwarnung für die Westfjorde und das Hochland – und was ist das dann hier? Kein Sturm?

Nach einigem Abwägen entscheiden wir uns, trotzdem ins Hochland und zur Askja zu fahren. Wolle ist dort vor fünf Jahren schon nicht hingekommen und für uns ist es jetzt die beste Option. Und ja, es lohnt sich!

Der erste Wegabschnitt auf der F88 geht mit drei Wasser-Durchfahrten bis zum Camping bei der Herðubreið. Lavafelder, Staub, Wind. Mal weite Sicht, mal keine. Irgendwie erinnern uns die Pisten ein wenig an Namibia.

Nach einer kleinen Mittagspause gehts weiter nach Dreki, der Hütte, von der man den Weg hoch zur Askja nimmt.

Wir stapfen zweieinhalb Kilometer (und insgesamt zweieinhalb Stunden) durch den Schnee (Ja!!!). Und nachdem sich alles den Tag über mehr oder weniger hinter einem Nebel aus Sand und Dunst versteckt hat, haben wir hier auf den Abend eine tolle Sicht auf den großen See und das eigentliche Kraterloch. Großartig. 

Übernachten können wir an beiden Plätzen nicht, zu viel Wind.

Also fahren wir weiter und entscheiden uns – weil wir die anderen Pisten nicht ganz einschätzen können – auf der F910 / F905 nach Möðrudalur hoch zu fahren. Nur 65 km weg von unserem Ausgangspunkt am Myvatn :-)

Ein langer Tag; um 22:00 gibt’s noch ein Käsebrot und das war’s.