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Tag 05: Saint-Jean-de-Luz (Frankreich) – Burgos (Spanien)

 

Wir frühstücken in der Sonne, auch wenn der Platz insgesamt total matschig ist und man unter den Schuhen fette Dreckklumpen mit sich herumträgt. Die Nacht war klamm und kalt, aber die Surfer waren schon vor uns auf und warten nun auf die richtige Welle …

Die Wahl für das Ziel heute fällt auf Burgos – in Bilbao ist das Wetter schlecht :-(

Auf dem Weg bietet sich für eine Mittagspause Vitoria-Gasteiz an. Auf Google Maps findet sich ein Parkplatz etwa 20 Minuten vom Zentrum – für uns entscheidend ist ja, dass es ein offener Platz ist und kein Parkhaus. Da passt Becky nicht rein.

Nochmal schnell nachgeforscht: Weiß ist kostenloses Parken, meist unbefristet. Blau meint Parken gegen Bezahlung, oft mit Befristung. Dieser hier ist grün, also in erster Linie für Anwohner. Da aber ein Automat vorhanden ist, dürfen auch Gäste gegen Bezahlung parken. Und die (hier nicht ausdrücklich genannten) zwei Stunden Befristung sollen uns reichen. Eine Erleichterung des digitalen Zeitalters: Das alles geht auch per Easy Park.

Wir kriegen unsere ersten Tapas (liebreizend in aller Ausführlichkeit erläutert) und dazu ein alkoholfreies Bier (die 0,0er sind in Spanien wirklich gut).

Auf der Fahrt haben wir heute Berge, bei Miranda de Ebro einen riesigen Industriekomplex mit einem historisch gewachsenen Schienenknotenpunkt und weite landwirtschaftliche Flächen.

Der Camping Fuentes Blancas in Bourgos liegt etwas ausserhalb der Stadt quasi in einem Naherholungspark. Bei der Anfahrt verpassen wir den richtigen Abzweig und landen so zufällig bei einem Kleinod: Die Cartuja de Miroflores ist eine zauberhafte, noch aktiv genutzte Kartause, gegründet 1442 von König Don Juan II von Kastilien und León

Angeblich sollen übrigens einige der Ausstellungsstücke vom ersten aus Amerika stammenden Gold gefertigt sein. Vielleicht, vielleicht auch nicht, die Kunstwerke scheinen teilweise viele Stationen hinter sich zu haben.

Die Stadt und ein Abendessen „erarbeiten“ wir uns mit einem langen Spaziergang (etwa 35/45 Minuten) am Flußufer entlang.

Kurz vor Toresschluss schaffen wir es noch in die Kathedrale. Groß, beeindruckend, insgesamt aber überladen und architektonisch verwirrend. Zu viel des Guten. Der Spaziergang durch die Stadt ist wunderbar und wir kehren in der Calle San Lorenzo im La Quinta del Monje ein für ein weiteres Tapas-Essen. Köstlich. Aber bei der Abrechnung komplett unübersichtlich. Wir monieren eine Position und bekommen das Geld erstattet, haben aber sicherlich trotzdem zu viel auf der Rechnung stehen. Das auseinander zu fieseln in einem rappel vollen Laden mit nur zwei Menschen hinterm Tresen ist annähernd aussichtslos. Also Augen zu und durch. Dafür hat der Wein jeweils nur 2,50 das Glas gekostet. Ein paar Flaschen Ribera Crianza del Duero könnten den Weg nach Hause finden :-)