Montag, den 28.03.

Das Wetter ist ein wenig besser, nachts haben wir gefroren und es hat ordentlich gezogen. Morgens sitzen wir in einem offenen Frühstücksraum mit Blick in einen Garten, wir und ein Trupp schweigsamer Frauen, Nonnen wahrscheinlich. Die Höhlen der 8 Unsterblichen 八仙洞 Bāxiāndòng erweisen sich als Ansammlung kitschiger und schrottiger Devotionalien, der Spazierweg ist aber - soweit begehbar - sehr schön. Man hat einen guten Blick auf die großen Wellen am Strand. Wir erleben die ersten freilaufenden Affen. Dann fahren wir weiter zu der Insel (wörtlich: Plattform) der drei Unsterblichen 三仙台 Sānxiantái, die man über ein 8-bögige Brücke erreicht (Drachenbrücke 龍橋?). Es ist unheimlich windig. Brigitte bleibt mit Katharina am "Strand" zum Steinespielen, Günter und Wolle laufen noch ein gutes Stück über die Insel. Insgesamt ist es doch alles etwas trödelig. Am Ende gibt es für jeden noch Kokosnußsaft, der gar nicht so schmeckt wie bei uns.

Wir machen einen späten Zwischenstopp in 成功 Chénggōng zum Mittagessen - sehr, sehr lecker in einer kleinen Hafenbude. Das Mädel, das die Bestellung aufnimmt, hat eine ziemlich toughe Ausstrahlung, der Vater (passionierte Betelnuss-Kauer) macht das Essen. Sashimi, gedünsteten frischen Fisch, bzw. frittiert.

Wir fahren dann die Küste weiter südlich Richtung 東河 Dōnghé (über 40 Reisebusse sind uns an der Küste entgegengekommen, Katharina hat mitgezählt) und biegen kurz vor diesem wieder ins Landesinnere ab. Auf dem Weg anch 池上 Chíshàng sehen wir eine Menge Affen, teilweise direkt and er Straße von nächster Nähe. Wir müssen uns zuletzt ein wenig beeilen, da wir ein gutes Stück den SCIH (South Cross Island Highway 南部橫公路 Nánbù héng gōnglù) bis 利稻 Lìdào fahren wollen. Die letzte halbe Stunde Fahrt ist noch mal eine ziemliche Kurverei und Wolle muss sehr auf den Steinschlag aufpassen.

Das Dorf wie auch die Unterkunft sind sehr ländlich, fast wie in den österreichischen Alpen eine Jausenstation mit Übernachtungsmöglichkeit. In einem Laden, wo es etwas zu essen geben soll, ist man ziemlich überrascht, aber wir werden annehmbar satt.